Tipps20. Februar 20262 Min. Lesezeit

5 Tipps für pflegende Angehörige

Pflege zu Hause ist eine enorme Leistung. Damit Sie selbst gesund bleiben und die Pflege langfristig schaffen, haben wir fünf bewährte Tipps zusammengestellt.

1. Nehmen Sie Hilfe an

Viele pflegende Angehörige versuchen, alles alleine zu schaffen. Das ist auf Dauer weder gesund noch nötig. Die Pflegeversicherung bietet zahlreiche Leistungen, die Sie entlasten:

  • Verhinderungspflege: Wenn Sie selbst eine Auszeit brauchen, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Ersatzpflege.
  • Entlastungsbetrag: 131 Euro monatlich für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Betreuungsangebote.
  • Ambulante Pflege: Ein professioneller Pflegedienst kann Teile der Pflege übernehmen.

2. Achten Sie auf Ihre eigene Gesundheit

Pflegende Angehörige haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Erschöpfung, Rückenschmerzen und Depression. Nehmen Sie Warnsignale ernst:

  • Planen Sie feste Auszeiten ein, auch wenn es nur eine Stunde am Tag ist
  • Nutzen Sie Angebote wie Pflegekurse, die Ihnen rückenschonendes Arbeiten zeigen
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie sich dauerhaft erschöpft fühlen

3. Führen Sie ein Pflegetagebuch

Ein Pflegetagebuch dokumentiert den täglichen Pflegeaufwand und ist besonders wichtig für:

  • Erstanträge auf einen Pflegegrad
  • Höherstufungsanträge, wenn sich der Zustand verschlechtert
  • Den MD-Besuch (Medizinischer Dienst), bei dem der Pflegebedarf begutachtet wird
Notieren Sie täglich, bei welchen Tätigkeiten Sie helfen müssen und wie lange das dauert. Auf unserer Website finden Sie eine Vorlage zum Download.

4. Informieren Sie sich über Ihre Rechte

Als pflegender Angehöriger haben Sie Rechte, die viele nicht kennen:

  • Pflegezeit: Bis zu 6 Monate Freistellung vom Beruf bei nahen Angehörigen
  • Familienpflegezeit: Bis zu 24 Monate Arbeitszeitreduzierung
  • Rentenversicherung: Die Pflegekasse zahlt unter bestimmten Voraussetzungen Beiträge zur Rentenversicherung für Sie
  • Unfallversicherung: Pflegende Angehörige sind während der Pflege gesetzlich unfallversichert

5. Bauen Sie ein Netzwerk auf

Sie müssen das nicht alleine schaffen. Suchen Sie sich Unterstützung:

  • Pflegestützpunkte bieten kostenlose Beratung
  • Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige gibt es in vielen Städten
  • Nachbarschaftshilfe kann im Alltag entlasten
  • Professionelle Pflegedienste wie wir übernehmen die medizinische Pflege und entlasten Sie bei der Grundpflege
Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne, welche Unterstützung in Ihrer Situation am besten passt.

Weiterlesen

Wenn Sie merken, dass die Pflege an Ihre Grenzen geht, nehmen Sie die Warnsignale ernst. In unserem Artikel Pflege macht krank – 10 Warnsignale für Burnout erfahren Sie, woran Sie erkennen, dass es zu viel wird. Regelmäßige Auszeiten lassen sich über die Verhinderungspflege finanzieren – bis zu 3.539 € im Jahr. Und in unserer Notfallmappe zum Download finden Sie alle wichtigen Dokumente und Checklisten an einem Ort.

Haben Sie Fragen?

Wir beraten Sie gerne persönlich zu allen Themen rund um die häusliche Pflege. Rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin.